Lexikon:

Erlass: Bei dem auf diesen Seiten zitierten Erlass (WS25/6264.1/7-8), der die Nichtverfolgung anordnet, handelt es sich um einen Runderlass, man kann ihn hier nachlesen.

Wikipedia sagt zu Rundlerlass:
Ein Runderlass (RdErl) ist eine Anweisung einer obersten Bundes- oder Landesbehörde (also z. B. eines (Bundes-)Ministeriums) an nachgeordnete Behörden innerhalb ihres jeweiligen Geschäftsbereiches.

Sportbootvermietungsverordnung: Nach der bis zum 31.12.12 gültigen Verordnung durften Sportboote bis max. 20 m vermietet werden und zwar auch inklusive Schiffsführer. Mit der Änderung zum 01.01.13 entfällt diese Möglichkeit. Die Vermietung ist jetzt nur noch an Selbstfahrer möglich. Die Mieter verfügen in der Regel nicht über den entsprechenden Führerschein und selbst wenn sie diesen hätten, wäre es aus Gründen der Sicherheit unverantwortlich, ungeübte Hobby-Kapitäne mit den ungewöhnlichen und wertvollen Booten auf die meistbefahrene Wasserstrasse Europas loszuschicken. Vermietungen inklusive Schiffsführer fallen ab jetzt unter die Binnenschiffsuntersuchungsver­ordnung (BinSchUO), nach der das Sportboot zum Fahrgastschiff zugelassen werden müsste. Dieser Umbau ist aber in der Regel weder technisch möglich noch wirtschaftlich tragbar.

Zudem können die Sportboote ab 0.01.13 nicht mehr an gewerbliche Mieter wie Hochzeitsagenturen oder Firmen verliehen werden, da die gewerbliche Nutzung untersagt ist.

Bootszeugnis: Vor der Zulassung zur gewerblichen Nutzung benötigt ein Sportboot ein Bootszeugnis. Dieses wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt auf Basis ein Sachverändigengutachtens ausgestellt und enthält sicherheitsrelevante Auflagen wie z.B. max. Gästeanzahl, Anzahl und Art der Rettungsmittel, die Qualifikation des Schiffsführers, Besatzungspflichten, etc. Bei Sportbooten, die für größere Gästegruppen zugelassen sind, wird in der Regel bei der gewerblichen Nutzung ein Berufspatent für den Schiffsführer vorgeschrieben, obwohl das gleiche Schiff bei privater Nutzung mit der Berechtigung eines Hobby-Skippers gefahren werden darf.

Verdeckte Fahrgastschiffahrt: Die klassische Fahrgastschifffahrt sieht in der Vermietung der Sportboote eine Konkurrenz und fürchtet um potentielle Kunden. Bei genauem Hinsehen erweist sich diese Angst jedoch als unbegründet: Die Sportboote werden meist von kleineren Gruppen von 5 bis 40 Personen für Betriebs- und Familienfeiern genutzt und sind zentral für das touristische Angebot Berlins. Die traditionelle Fahrgastschifffahrt Berlins bietet dieses Segment von Charterangeboten für Kleinstgruppen aber gar nicht an, da sich das Segment unter 50 Personen für die Reedereien nicht lohnt. Somit ergänzen die kleinen Charterboote das touristische Angebot und treten nicht in Konkurrenz zur Fahrgastschifffahrt. Linienschifffahrt ist schon immer aussschliesslich der Fahrgastschifffahrt vorbehalten.